Sehenswert auf der Belle Ile ist vor allem der Grand Phare mit seiner 47m Höhe, der im Jahre 1824 erbaut worden sein soll. Von oben hat man einen einmaligen Blick über die Insel und das Meer. Er befindet sich im Südwesten der Insel, in der Nahe von Port Cuton und ist kaum zu verfehlen. Port Cuton bietet, mit den Felsen vor der Küste, auch eine Sehenswürdigkeit der Insel. Gegen diesen Felsen schlägt die Brandung so stark gegen, das sich weiße Schaumkronen bilden.
Der Norden der Insel bietet ebenfalls etwas. So befindet sich dort das Fort Sarah Bernhardt. Es ist der übrige Rest, des ehemalige Anwesen der französischen Schauspielerin. Ein kleines Stück weiter nördlich befindet sich der Pointe de Poulains und die Ile des Poulains, mit einem Leuchtturm. Bei zurückgezogenem Meer kann man zu Fuß hingelangen. Ob sich aber dort jemals Fohlen (=Poulains) aufgehalten haben, ist mir unbekannt. Etwas weiter südwestlich befinden sich auch ein Vogelreservat und die gesperrte Grotte de l'Apothicairerie.
Empfehlenswert wäre eine Wanderung im Osten der Insel von Port Guen über Port Yorc'h, entlang der Plage des Grands Sables zum Pointe de Kerdonis, mit dem gleichnamigen Leuchtturm. Von dort kann man bei gutem Wetter sogar bis zu den Inseln Houat und Hoedic sehen. Nicht weit entfernt ist Locmaria. In dem Ort, frankokanadischen Ursprungs, sollte man sich die Kirche von 1714 ansehen.
Sehenswert sind auch die zwei Menhire im Westen der Insel. Sie befinden sich in der Nähe des Dorfes Kerledan.
Der Hauptort Le Palais bietet unter anderem einen Hafen mit dazugehörigem Leuchtturm. Unmittelbar nördlich von Le Palais befindet sich ein Festungsanlage, besser gesagt eine Zitadelle. Sie ist das einzige, was von dem ehrgeizigen Plan von Sebastien Vauban (königlicher Marschall im 17.Jahrhundert), der die ganze Insel zu einem Fort befestigen wollte, fertiggestellt worden ist. Heute ist sie restauriert und für Besucher begehbar. Bei Teilnahme an einer Führung kann man das Arsenal, die Bollwerke, die Pulvermagazine, die Unterkünfte, die Verließe und die Wälle besichtigen.
Einen dreidimensionalen Stadtplan von Le Palais, indem man einen kompletten Überblick über die Befestigungsanlagen und die Stadt hat findet man im Historischen Museum von Belle Ile (Musee Historique). Darin erfährt man desweiteren auch vieles über die Entwicklung und Geschichte der Insel, sei es nun militärische Bedeutung oder auch der künstlerische Einfluss. Für Freunde der Schifffahrt bietet das Museum auch etwas. So ist dort ein Modell der Creole zu besichtigen. Auch vom ersten in La Roche-Bernard gebauten Dreimaster Couronne und von der Etoile, dem Schiff mit dem Bougainville die Erde umsegelte, ist jeweils ein Modell ausgestellt. Auch Wappen, Bilder und Stiche sind dort ausgestellt.
Auch für Freunde der Entspannung bietet Belle Ile mit dem Meerwasserheilbad etwas. So kann man sich dort eine der vielen Anwendungen der Thalassotherapie gönnen und sich dabei entspannen.
Viele berühmte Maler fanden auf dieser Insel auch Motive. So zum einen Monet, der die Felsnadeln von Port Coton malte. Aber auch Matisse und Derain hielten sich auf Belle Ile auf.
Ein Quartier findet man in den paar Hotels oder Pensionen in den größeren Städten oder Orten oder aber auch auf so manchem Zeltplatz, sei es nun in Bangor, le Palais, Sauzon oder auch in Locmaria. Ein Auto kann man mit der Fähre mitnehmen oder auch, wie Fahrräder, in Le Palais mieten. Schiffsliegeplätze gibt es in den Hafenstädten Le Palais und Sauzon, das sich im Nordosten der Insel befindet.